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ETWAS GESCHICHTE
Um die Geschichte der Valtiberina zu entdecken, braucht man
keine Geschichtsbuecher zu lesen, sondern es reicht einen Ausflug
in die Orte Anghiari, Badia Tedalda, Caprese Michelangelo, Monterchi,
Pieve Santo Stefano, Sansepolcro und Sestino zu machen.Die gesamte
Gegend, durch die der Tiber fliesst, zeigt die deutlichen Zeichen
der Voelker und der Kulturen, die sich hier auf der toskanischen
Seite der Valtiberina abgewechselt haben.
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Die
heutigen Orte sind alle auf Resten antiker etruskischer und roemischer
Ansiedlungen entstanden, die errichtet wurden, um die strategische
Funktion zwischen dem Norden und dem Sueden der Halbinsel
zu verstaerken. Sowohl unter etruskischer, als auch unter roemischer
Herrschaft wurden in der Valtibertina Bruecken und Strassen erbaut,
um die geografische Lage am besten auszunutzen und wachsende Vorteile,
sei es fuer die Handelsaktivitaeten, sei es was die Politik anbetrifft,
zu erreichen. Die Bevoelkerungen wuchsen im Verhaeltnis zu dem Anstieg
des Handels, und die Kulturen wurden von Tag zu Tag staerker. Heute
bleibt nicht viel erhalten von den Zeugnissen der Etrusker und Roemer,
waehrend aber viele Zeugnisse des Mittelalters erhalten sind. In der
Zeit der Karolinger und Spaetkarolinger nutzte man weiterhin die strategische
Position der Valtibertina, und im Gebiet der Valtibertina entstanden
Burgen, Lehnsgueter und Dioezesen fuer die weltliche und geistliche
Kontrolle des Territoriums. Die ueberall verstreut liegenden Einsiedeleien
und Kloester zeugen von der besonderen Rolle, die das religioese Leben
in der Valtiberina im Mittelalter spielte, waehrend ab dem 14.Jh.
die Stadt Florenz die lokale Kultur kennzeichnete. Die Valtiberina
ist besonders reich an Kunstwerken und Architektur, die von dem Stil
beeinflusst wurden, der sich in Florenz waehrend der Renaissance entwickelte.
Die florentinischen Meister, wie Piero della Francesca, Michelangelo
Buonarotti und Alberto Alberti, alle gebuertig in der Valtibertina,
lernten in den Handwerksbetrieben von Florenz, um spaeter dann mit
ihrer Kunst die Pieven und Ortschaften ihrer Heimat zu verzieren und
zu bereichern.
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