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HUEGEL >> VALTIBERINA

DIE NATUR

Die Landschaften der Valtiberina sollte man in aller Ruhe erkunden, um die Naturschoenheiten und die geschichtlichen Zeugnisse, die es praegen, zu entdecken und zu verstehen. Die beste Art, sich in der Valtiberina zu bewegen, ist ohne Zweifel zu Fuss, sei es fuer nicht so
geuebte Wanderer auf kurzen Spazierwegen, sei es fuer Experten laengerer Touren.
Eine hervorragende Alternative zu den Fussmaerschen sind Ausfluege hoch zu Ross; die Valtibertina weist ein weites Netz an Reitwegen auf, gut 12 verschiedene Touren fuer alle, die gerne reiten. Eine Etappe von grossem naturalistischen Interesse ist der See Lago di Montedoglio oder della Madonnuccia. an dessen Ufer die Hauptstrasse entlangfuehrt und der, dank der vielen Ausfahrten, leicht zu erreichen ist. Natuerlich waere es besser, den See ueber die Landstrasse zu erreichen, die zwar kurvenreicher ist, aber durch die schoensten Ortschaften dieser Gegend fuehrt. In der Naehe des Sees lohnt sich ein Abstecher zur benediktinischen Abtei Succastelli, die im 11.Jh. wohl auf den Ueberresten eines aelteren Gebaeudes gegruendet wurde. Von den unzaehligen Wegen, die die Valtiberina kreuz und quer durchziehen, wollen wir nur drei der malerischsten und einfachsten vorstellen, die zur Alpe di Catenaia, Alpe della Luna und zum Sasso di Simone fuehren. Die Alpe di Catenaia, der gruenste Punkt der Valtiberina, ist die Wasserscheide zwischen Tiber und Arno und bietet zahlreiche Wege, von denen sicher der Tagesausflug vom Lago Trasimeno zum franziskanischen Wallfahrtsort La Verna an den Haengen des Casentino eine Tour wert ist.
Alpe della Luna ist der Name eines unberuehrten Landstrichs, der entdeckt werden kann, indem man einen der, nach Laenge und Schwierigkeitsgrad verschiedenen, Wege von Sansepolcro, Sestino oder
Badia Tedalda einschlaegt. Man sollte auch nicht den Ausblick von den zwei maechtigen Kalkfelsen des Sasso di Simone und des Simoncello versaeumen, die sich hoch zum Schutz der Toskana, der Marchen und der Romagna erheben. Die beiden von dichten Buchenwaeldern umgebenen maechtigen Felsen ueberragen ein Territorium voller Wanderwege, die bis auf die Hoehe des Kalkmassivs fuehren, wo die Reste einer benediktinischen Abtei aus dem 11.Jh. erhalten sind. Sowohl die Malatesta als auch die Medici versuchten, dort oben eine befestigte Zittadelle zu erbauen, von der heute nur noch einige Ruinen und ein komplexes Zisternensystem erhalten ist, das in den Wiesengruenden um die Felsen liegt. Das gute Angebot von Reitwegen laesst Touristen bequem die schoensten Ecken der Valtiberina entdecken, je nach Schwierigkeitsgrad, aber alle gleich malerisch. Die Reitwege durchqueren hauptsaechlich die Seite, die an das Casentino grenzt: von Vialla erreicht man ueber den Bergkamm des Pratomagno Bagni di Cetica, von wo man eins der schoensten Panoramen Mittelitaliens geniessen kann; von hier geht es weiter nach Ponticelli ueber das Consuma-Joch und am Falterona vorbei. Mit dem Blick auf den Arno geht es von Ponticelli hinunter nach Tramonte, von wo ein Reitweg nach Archiano fuehrt, dem Ort, in dem Dante die Geschichte des Bonconte da Montefeltro spielen liess, und gelangt so nach Casanova.
Von Tramonte aus fuehrt ein anderer Weg ueber Badia Prataglia an den Auslaeufern des Casentino nach Gualanciole, von wo man ein herrliches Panorama auf die Valtiberina und das Casentino hat. Unzaehlige
Moeglichkeiten bieten sich den Reitern in der Gegend zwischen Casina Birraia, Vialla, Gualanciole und Cocchiola, von wo die Strasse ins Kalkmassiv des Sasso di Simone fuehrt. Von Violino durchquert man das Tibertal an Santa Fiora vorbei, im Gebiet des Tuffgesteins, und schlaegt dan die Richtung Caprese Michelangelo ein und gelangt so ins Gebiet Alpe Catenaria. Fast alle Reitwege sind miteinander verbunden, und die vielen Huetten unterwegs ermoeglichen den erfahrensten Reitern, auch Ausritte von zwei, drei Tagen zu organisieren. Die den Gaesten in den Besucherzentren zur Verfuegung stehenden Karten mit uebersichtlichen Angaben zeigen den Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Touren, die Praesenz von engen Stellen oder schwer zu findenden Wegen, die eventuelle Notwendigkeit, mit dem Pferd befahrene Strassen benutzen zu muessen. Weniger erfahrene Reiter muessen sich Fuehrern anvertrauen, die die Gegend perfekt kennen und sehr erfahren und kompetent sind.




















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