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HUEGEL >> VALDISIEVE

KULTSTAETTEN

Die ganze Valdisieve mit ihren ueberall verstreut liegenden Borghi, Burgen und Pieven, kann man als ein Freilichtmuseum bezeichnen, das man ohne Eile besuchen sollte, ganz sich dem gemaechlichen Rythmus der
Landschaft anpassend. Eine besonders schoene Tour ist die, die viele der wichtigsten Kultstaetten in der Valdisieve beruehrt. Auf einer Anhoehe ueber dem modernen Ort Dicomano liegt die Pieve Santa Maria mit ihrer relativ intakten romanischen Originalstruktur.
Diese Pieve wurden auf den Ueberresten einer antiken Burg erbaut, von der der robuste Glockenturm Teil war. Im Inneren sind ausser Gemaelden aus dem florentinischen 16. und 17.Jh. auch ein Basrelief und ein Rundbild von Della Robbia aufbewahrt. Auf einer kurvenreichen Strasse mit herrlichen Aussichten erreicht man Castiglioni, wo die Pieve Santo Stefano, ein typisches Beispiel romanischer Architektur der
florentinischen Landschaft aus dem 12.Jh., einen Abstecher wert ist. Immer auf derselben Strasse hinter Rimaggio erreicht man Pomino mit seiner aus dem 12. - 13.Jh. stammenden Pieve di S. Bartolomeo: in ihrem geraeumigen Inneren befinden sich ein wertvollesTerrakotta-Glasfenster von Luca della Robbia und ein Gemaelde aus dem 15.Jh. mit einer Madonna, dem Kind und Heiligen, das dem Meister von S.Minaiato zugeschrieben wird. Weiter geht es Richtung Borselli. Kurz vor dem Ort freffen wir auf die Kirche Chiesa di S. Maria a Tosina ueber die die Einsiedelei von Camaldoli herrschte. Neben der strengen Fassade der Kirche fuehrt ein epigraphisches Tor aus dem Jahr 1465 in das antike Kloster. Im Inneren findet man eine Orgel mit hoelzernem Chor von Anfang des 20.Jh.s und Terrakottafliessen der Schule Robbias. In Pelago, einer antiken Burg der Herzoege Guidi sollte man die, 1782 von der Abtei Vallombrosa auf den Resten einer antiken romanischen Kappelle erbaute, Kirche Chiesa di S. Clemente, aufsuchen. In ihrem Inneren stehen ein antikes Taufbecken, ein reich verzierter Altar aus Alabastergips und eine kleine Sammlung sakraler Kunstwerke.
Die Tour geht weiter Richtung Vallombrosa, durch die Gemeinde Reggello, wo die sanften, bebauten Huegel einem herrlichen Wald weichen, den die Moenche in jahrhundertelanger Arbeit und Muehe gepflegt haben und der 1973 zur Riserva Biogenetica Naturale erklaert worden ist. Inmitten dieses Waldes liegt die Abtei Vallombrosa, die ihr Entstehen einem adeligen Florentiner, Giovanni Gualberto, verdankt, der im Jahre 1008 mit einem Bruder das Kloster San Miniato in Florenz verliess, um einen abgelegeneren Ort zu finden. Nach einer bedeutsamen Begegnung mit San Romualdo, der schon die Einsiedelei Camaldoli gegruendet hatte, begann Gualberto um die schon bestehende Klause Zellen aus Holz fuer die Novizen zu errichten. Im Jahr 1015 waehlten die Moenche Gualberto zu ihrem Vorsteher, und es entstand der neue vallombrosanische Orden, der den Regeln San Benedettos folgte. Im Jahr 1036 begann der Bau der
Zellen und des Oratoriums in Mauerwerk. Um 1450 wurden mit der neuen Sakristei und den Wohnraeumen der Novizen wichtige Vergroesserungen ausgefuehrt, und Ende des 15.Jh.s erhielt der Komplex sein heutiges Aussehen. Der Turm wurde aus Verteidigungsgruenden im Jahr 1529 nach dem
Ueberfall von Carlo V errichtet, waehrend die Mauer um den Platz und den zur Fischzucht und Eisherstellung benoetigten See aus dem Seicento stammt. Das zu Napoleons Herrschaft geschlossene Kloster wurde von Grossherzog Ferdinand im Jahre 1817 wieder eroeffnet. Das neue Regno d'Italia forderte die Moenche auf, das Kloster zu verlassen, das so in die Haende der Forstbehoerde ueberging. Erst 1949 kehrten die Moenche wieder hierhin zurueck. Im Inneren der Abtei sind viele Kunstwerke
aufbewahrt, wie ein Basrelief von Della Robbia im Vestibuel neben dem Esssaal, 15 Gemaelde von Ignazio Hugford im Speisesaal und der von Francesco da Poggibonsi geschnitzte hoelzerne Chor der Kirche. Der Wald um die Abtei ist voller Kappellen und Tabernakeln aus dem 16. bis 17.Jahrhundert.
Wenige Kilometer von Donnini liegt die Pieve a Pitiana, die San Pietro geweiht ist und deren Existenz schon seit dem Jahr 1000 erwaehnt wird. Die Pieve besitzt einen schoenen romanischen Glockenturm und einen im 16.Jh. erbauten Kreuzgang. Das Innere, das eine Verkuendigung aus der Schule des Ghirlandaio enthaelt, wurde im 19.Jh. umgebaut; trotzdem sind noch die Reste der antiken Struktur gut sichtbar. Die Pieve Pitiana lohnt auch wegen ihrer herrlichen Panoramalage ueber dem Tal einen Abstecher. Weiter in Richtung Reggello kommt man nach Pietrapiana, dwo die antike Sant'Agata in Àrfoli. sehr sehenswert ist. Die ersten Notizen ueber die Pieve Sant'agata stammen aus dem Jahr 1230 und die Anfang des 20.Jh.s stark erneuerte Fassade wurde vor kurzem wieder in ihren urspruenglichen romanischen Zustand versetzt. Im Inneren sind einige Kunstwerke des Hochmittelalters enthalten, eine
schoene Orgel aus der Mitte des 18.Jh.s und ein steinernes, wohl aus dem Jahr 1000 stammendes, Taufbecken. Neben der Pieve oeffnet sich der Kreuzgang aus dem 13.Jh. mit vier in der Renaissance zugefuegten Saeulen. Wenige Kilometer vom Zentrum Reggellos liegt die San Pietro a Cascia, die auf Wunsch von Matilde di Canossa etwa im 12.Jh. erbaut wurde. Die Pieve von Casciia ist ein Schmuckstueck perfekt erhaltener romanischer Architektur und enthaelt den beruehmten Triptychon von San Giovenale. Es ist das erste bekannte Werk, das Masaccio zugeschrieben wird und stellt eine Madonna auf eienm Trohn mit ihrem Kind und Heiligen dar. Ausserdem sind hier eine Madonna mit Kind
und Heiligen, die Domenico del Ghirlandaio zugeschrieben wird, und eine Verkuendigung von Mariotto di Cristofano ausgestellt.
 




















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