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PIENZA
Ein
weiteres Ziel, das man in der Umgebung von Siena nicht versaeumen
sollte, ist Pienza, die ideale Stadt der Renaissance Urbanistik.
Gleichgewicht, Harmonie und schlichte Eleganz charakterisieren die,
von den besten Architekten des florentinischen 15.Jahrhunderts entworfene
Stadt, die von der Zentralitaet des Menschen im Universum ueberzeugt
waren und eine Stadt genau nach Mass fuer die Menschen bauen wollten.
Der Papst Pio II, Eneo Silvia Piccolomini, der 1405 in Pienza geboren
wurde, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Geburtsort nach
den
Plaenen von Leon Battista Alberti zu restaurieren.
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Die Planung von Pienza wurde Bernardo Rossellino, einem Mitarbeiter
Albertis, uebergeben. Die Porta al Prato fuehrt in die Hauptstrasse
von Pienza, an der die gothische Kirche San Francesco, die Ende des
Duecento erbaut wurde, der Palazzo Ammannati und viele Laeden liegen,
die die koestlichen lokalen Produkte, vor allem natuerlich den beruehmten
Pecorino di Pienza, verkaufen. Der dem spirituellen Vater
der Stadt Pio II gewidmete Platz ist das monumentale Zentrum des Ortes
und bietet dem Besucher einen herrlichen Fussboden in Fischgraetmuster
aus Ziegeln. Am Platz liegen der Palazzo Piccolomini und der Palazzo
Comunale. In der Mitte stehen ein wunderschoener Brunnen und die Kathedrale
der Assunta: die Fassade in Travertin wird von einem maechtigen Glockenturm
ueberragt und bewahrt Meisterwerke sakraler Kunst, die von Pio II
in Auftrag gegeben worden sind: die Madonna mit Kind und Heiligen
von Giovanni di Paolo, Werke des Vecchietta und von Matteo di Giovanni,
das Taufbecken von Rossellini. Der, auch von Rossellino nach
den Vorlagen der Herrschaftshaeuser in Florenz entworfene, Palazzo
Piccolomini hat eine Fassade aus Bossenquadern und bietet eine reiche
Sammlungg antiker Moebel, Kunstwerke, kleinerer Einrichtungsgegenstaende
und eine grosse Bibliothek. Vom Bogengang auf
der Rueckseite hat man ein herrliches Panorama ueber das Tal Val d'Orcia.
Der Bischofspalast beherbergt das Museo Diocesano mit Werken der Kathedrale
und anderer Kirchen des Ortes: Moebel, Wandteppiche, heilige Paramente,
Gemaelde der senesischen Schule. An dem Tor Porta al Ciglio beginnt
ein Panoramarundgang, der am Hauptplatz endet, waehrend man von der
Porta al Prato die Grotten der Eremiten erreichen kann, eindrucksvolle
Ueberreste der antiken, in die Felsen geschlagene Einsiedelei, die
vom 10. bis zum 18.Jh. von Astheten bewohnt wurde. Auf einem kurzen
Spaziergang ausserhalb des Zentrums von Pienza kommt man zur Pieve
Corsignano, einem romanischen Schmuckstueck aus dem 11.Jh., in dem
Enea Silvio Piccolomini getauft wurde. |
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