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VOLTERRA
Volterra ist ein obligatorisches Ziel fuer alle Liebhaber
von Kunst und Geschichte, ein wahres Schmuckstueck etruskischer
und mittelalterlicher Kunst, das, hoch oben auf einem Huegel gelegen,
die Gegend Valdera ueberragt.
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Volterra
ist reich an Denkmaelern und Palaesten, die von seiner glorreichen
Vergangenheit zeugen, und ein Spaziergang durch die ruhigen Gassen
hinter den Mauern wird hier zu einem wirklich unvergesslichem Erlebnis:
herrschaftliche Fassaden, Handwerksbetriebe, etruskische und roemische
Boegen folgen in dieser Stadt von rarer Schoenheit dicht aufeinander.
Die ersten Zeugnisse menschlichen Lebens gehen in Volterra auf die
Jungsteinzeit zurueck, dann wurde das Staedtchen, dank reicher unterirdischer
minerarischer Vorkommen, ein maechtiger etruskischer Stuetzpunkt,
spaeter dann eine roemische Gemeinde. Es war das Mittelalter mit dem
Bau der wichtigsten Denkmaeler, dass Volterra seinen heutigen Aspekt
verlieh. Nach der Eroberung durch die Florentiner folgte eine lange
Periode des Verfalls,
die erst im 18. Jh. endete, als die Lorena der lokalen Produktion
einen Aufschwung gaben.
Das beruehmteste Handwerk Volterras ist die Alabasterbearbeitung:
in den Werkstaetten der Altstadt schaffen die Handwerksmeister einzigartige
Kunstwerke, die in die ganze Welt exportiert werden. Um die Erinnerung
an dieses Kunsthandwerks lebendig zu erhalten, wurde das Alabastermuseum
gegruendet: ein Rundgang, der die Abbaugebiete des Gesteins und die
geschichtstraechtigen Orte, Techniken und Geraete, die man zur Bearbeitung
benutzt, zeigt.
Die Ueberreste der etruskischen Periode befinden sich auf der Anhoehe
von Volterra, dort, wo die Nekropolis stand: diese Gegend, die heute
den archaeologischen Park "Enrico Fiumi" darstellt, der
mit den Resten der etruskischen Mauern uebereinstimmt, weist ausser
einer roemischen Zysterne auch die Fundamente zweier Tempel und kleinerer
Gebaeude aus dem 3.Jh. v.Chr. auf. In der Mitte der etruskischen Stadt
befindet sich, neben der alten Burg aus dem Trecento, die, von Lorenzo
il Magnifico gewollte, Fortezza Medicea: diese, seit jeher als Gefaengnis
gedachte, Festung ist heute eine Strafanstalt fuer Schwerverbrecher.
Das etruskische Museum von Volterra beherbergt eine der groessten
Sammlungen in Italien mit etwa 600 Urnen, Leichenausstattungen, Beispiele
von Grabskulpturen, Keramiken und etruskische und roemische Inschriften.
Eine besondere Abteilung des Museums beschaeftigt sich mit den antiken
Bearbeitungsmethoden von Alabaster.
Die Piazza dei Priori, ein aussergewoehnliches Beispiel mittelalterlicher
Urbanistik, die im 19.Jh. umgebaut wurde, ist das eigentliche Herz
von Volterra. An diesem Platz liegen der Palazzo dei Priori, der groesste
in der Toskana noch erhaltene Gemeindepalast, erbaut zwischen 1208
und 1254, und
der Palazzo Pretorio mit dem Turm Torre del Porcellino. Auf der gegenueberliegenden
Seite liegen der Palazzo Incontri und der im 14.Jh. erbaute Bischofspalast,
der heute das Museum dell'Opera del Duomo di Arte Sacra (sakrale Kunst)
beherbergt. Der Dom von Volterra, der die Erweiterung einer primitiven,
im Jahre 1120 geweihten, kleinen Kirche darstellt, hat eine Fassade
des 13.Jh.s und ist wohl Andrea Pisano zuzuschreiben. Das Innere wurde
im Cinquecento voellig veraendert, und viele der Dekorationen,
sei es an der Fassade, als auch im Inneren, wurden Mitte des 19.Jh.s
waehrend grosser Restaurationsarbeiten hinzugefuegt. Der Dom birgt
zahlreiche Kunstwerke aus der Zeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert.
Neben dem Dom liegt das achteckige Baptisterium aus abwechselnd aufeinanderfolgenden
weissen und gruenen Marmorbloecken. Das Portal des Doms ist romanisch,
waehrend die Kuppel aus dem 16. Jh. stammt und wohl von Brunelleschi
entworfen wurde.
Die Pinakothek und das Museo Civico von Volterra befinden sich
im Palazzo Solaini, einem von Antonio da Sangallo entworfenen Gebaeude
aus dem 16.Jh.. Die Ausstellung umfasst Gemaelde, Skulpturen und Einrichtungsgegenstaende,
Geldstuecke und Medaillen aus der Zeit vom 12. bis zum 19. Jh., die
vor
allem aus Sammlungen oeffentlicher Einrichtungen stammen, die diese
Werke nicht sachgemaess und sicher aufbewahren konnten. Man sollte
nicht den Besuch des, 1950 ans Licht gebrachten, roemischen Theaters
von Volterra versaeumen: das Theater wurde zwischen dem 1. Jh.v.Chr.
und dem 1.Jh. n.Chr.
erbaut, und heute kann man hier einen Teil der Zuschauertribuene fuer
bis zu 1700 Zuschauer, das Proszenium, die Buehne und einen Teil des
Saeulengangs bewundern. |
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