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SAN GIMIGNANO
San
Gimignano ist wohl der meistfotografierteste Ort der Provinz
Siena, unverwechselbar auf Grund seiner Silhouette voller Tuerme,
die man schon von weitem hoch ueber den Huegeln der Val d'Elsa erkennen
kann. Dieses ausserordentliche Beispiel mittelalterlicher toskanischer
Urbanistik ist in jedem Detail erhalten und erlaubt es den Besuchern,
einen Sprung zurueck in die Vergangenheit zu machen. San Gimignano
ist zwischen dem 9. und 12.
Jahrhundert an einer Kreuzung der Via Francigena und der Via Pisana
entstanden und wurde schnell ein bluehender, lebhafter Handelsplatz,
in dem im Laufe des Duecento schon die ersten oeffentlichen Gebaeude
errichtet wurden.
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Der
Bau der Wehrmauern, die nach der Schlacht von Monteaperti vergroessert
und verstaerkt wurden, geht auf das Jahr 1251 zurueck. In der ersten
Haelfte des 13. Jahrhunderts wurden auch die ersten Tuerme - in der
Bluetezeit waren es sogar 72 - errichtet. Das 1262 erneuerte Tor San
Giovanni fuehrt in die gleichnamige, von herrlichen Gebaeuden des
13. - 14. Jh.s gesaeumte, Strasse, die frueher Teil der Via Francigena
war. Die Strasse endet am Torbogen der Becci, dem Eingang des ersten
Mauerkreises. Die einzigartige dreieckige Piazza della Cisterna wurde
1273 gebaut und ist von maechtigen
mittelalterlichen Wohntuermen umgeben. Die Piazza del Duomo ist das
monumentale Zentrum von San Gimignano und ist von Wohntuermen des
Duecento, der Stiftskirche, dem Palazzo del Popolo und dem Palazzo
del Podestà umgeben, der zwischen dem 12. und 14. Jh.errichtet
wurde und von dem enormen
Turm Rognosa ueberragt wird. Die Santa Maria Assunta geweihte Stiftskirche
ist ein romanisches Gebaeude, das im 13. Jh. gegruendet und nach Plaenen
von Giuliano da Maiano 1460 erweitert wurde: in ihrem Inneren sind
ein Freskenzyklus von Mitte des 14. Jh.s und die Kapelle Santa Fina
erhalten.
Die Stiftskirche birgt auch Fresken, die auf Domenico del Ghirlandaio
und Benedetto da Maiano, den Autor des hinteren Teils des Altars,
zurueckgehen. Nahe der Stiftskirche befinden sich das etruskische
Museum und das sakraler Kunst, das Gemaelde, mit Miniaturen verzierte
Choere, sakrale Gegenstaende und Paramente austellt. Der Palazzo del
Popolo ist Sitz der Gemeindeverwaltung von San Gimignano:
dieser, im 13.Jh. erbaute und im folgenden Jahrhundert erweiterte,
Palast wird von der Torre Grossa ueberragt und ist mit guelfischen
Zinnen aus dem 19.Jh. besetzt. Auch das Museo Civico, das emeindemuseum,
befindet sich hier. Die Via Matteo beginnt hinter dem Kanzeleibogen
im ersten Mauerguertel und endet an dem gleichnamigen Tor. In der
Naehe sollte man die, in romanisch-othischem Stil erbaute, Kirche
Sant'Agostino besuchen: sie enthaelt ein Meisterwerk Piero del Pollaiolos,
das die Kroenung Marias darstellt und die wunderschoene Freske von
Benozzo Gozzoli, die das Leben des Heiligen Augustin erzaehlt. Durch
das Tor alle Fonti (zu den Quellen) geht es hinunter zu den antiken
Waschplaetzen fuer Wolle, 10 schoenen Boegen, die zwischen dem 12.
und 14.Jh. erbaut wurden. Ausser fuer die besondere Anziehungskraft
seiner Kunstwerke ist San Gimignano fuer die Herstellung koestlicher
Weine beruehmt: die Vernaccia von San Gimignano, ein mit dem Markenzeichen
Docq ausgezeichneter Weisswein, den Chianti Docq, den Vin Santo, den
Rotwein und den Rosé, beide garantiert vom Markenzeichen Doc.
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