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BARBERINO VAL D'ELSA
Barberino Val d'Elsa liegt an der antiken Via Cassia und
ist der Hauptort eines weiten Landstrichs voller kleiner, malerischer
Ortschaften, reich an Geschichte und Denkmaelern. Alle Huegel um
Barberino bewahren auf ihrer
Spitze eine Kirche, eine Burg, eine Villa oder eine kleine Kapelle.
Am besten erkundet man die Umgebung zu Fuss oder mit dem Fahrrad
auf einem der kuerzlich von der Gemeinde errichteten Treckingwege.
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Die
einst roemische Siedlung Barberino wurde spaeter von der Republik
Florenz eingenommen, die die heute noch sichtbare Mauer errichtete.
Der Ort war die Heimat der Familie Barberini, die im 17.Jh. in Rom
Papst Urban VIII stellte. In der gut erhaltenen Altstadt, von der
man ein herrliches Panorama hat, kann man die Kirche der Heiligen
Bartolomeo und Stefano besuchen, ein neugothisches Werk des Architekten
Guiseppe Castellucci. In der Landschaft um Barberino, wo der Chianti
Classico Docq hergestellt wird, muss man unbedingt die Anhoehe besuchen,
auf der die Burg Semifonte stand, von der aus die Ghibellinen die
guelfische Stadt Florenz anzugreifen wagten. Die Antwort der Florentiner
liess nicht lange auf sich warten, und im Jahre 1260 zerstoerte die
Republik die Burg Semifonte und verbat mit einem besonderen Gesetz
jeglichen Wiederaufbau auf diesem Huegel. Erst im 16.Jh. wurde die,
von Santi di Tito entworfene, Kapelle San Michele Arcangelo mit einer
Kuppel erbaut, die im Massstab 1:8 die von Santa Maria del Fiore widerspiegelt.
Bei einem Halt an der Kapelle kann man das grossartige Panorama ueber
die Landschaft zwischen Siena ud Florenz geniessen.
Auch nicht zu versaeumen ist der Besuch der Kapelle Sant'Appiano,
eine der aeltesten romanischen Kirchen des Florenzer Umlandes. Die
antiksten Strukturen gehen auf das 11.Jh. zurueck und sind aus Stein,
waehrend die restlichen Teile des Bauwerkes aus dem naechsten Jahrhundert
stammen und aus
Ziegeln errichtet sind. Im nahegelegenen "Antiquarium" werden
archaeologische Fundstuecke der Umgebung und Saeulen des antiken Kreuzganges
ausgestellt. Ein Ausflug in die naehere Umgebung von Barberino laesst
die Besucher kleine, befestigte Orte, Bauernhoefe und weit voneinander
entfernte
Villen entdecken, die auf Anhoehen liegen und Zeichen der abwechslungsreichen
Vergangenheit sind: Petrognano bewahrt eine antike Ansiedlung, die
restauriert werden soll, Linari ist ein schoenes Beispiel
mittelalterlicher Urbanistik, Tignano ist ein winziger, von Mauern
umgebener Ort mit einer schoenen Aussicht, Vico d'Elsa bewahrt noch
viele Herrenhaeuser und das, von Giovanni di San Giovanni mit Fresken
verzierte, Oratorium San Bernardo, Monsanto eine strenge mittelalterliche
Burg. Die Gegend um Barberino hat also eine besonders anziehende Landschaft
zu bieten, Ergebnis einer ueber Jahrhunderte harmonischen Beziehung
zwischen Mensch und Umwelt. Das besondere Angebot an Unterkuenften,
vor allem die "Agritourismen" und die Restaurants, in denen
man die Spezialitaeten Barberinos geniessen kann, machen diesen Ort
zu einem, besonders bei Auslaendern beliebten, Reiseziel.
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