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SCANDICCI
In den letzten Jahrzehnten hat der urbanistische und produktive
Aufschwung Scandizzi zu einem wichtigen Wohngebiet und Industriezentrum
gemacht, sodass der Ort die Dimensionen und den Charakter einer
lebhaften leinstadt
angenommen hat und ganz unabhaengig von dem nahgelegenen Florenz
iste.
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In
der Vergangenheit war es die Abtei San Silvestro in Settimo, die eine
wesentliche Rolle in der Verwaltung der Region und des oeffentlichen
Lebens spielte: tatsaechlich waren es die Moenche dieser Abtei, die
die Schwemmlandebene des Arno trockenlegten und damit der Gegend zum
Aufschwung
verhalfen. Die schoenen monumentalen Raeumlichkeiten der Abtei, deren
Existenz schon im Jahre 988 dokumentiert war, sind nach den schweren
Bombardierungen des letzten Weltkrieges restauriert und in ihre urspruengliche
Pracht gebracht worden.
Zu Beginn das 11.Jh.s stand die Abtei unter der Schirmherrschaft
der Cadolinger, ging dann im Jahre 1004 in den Besitz der kluniazensischen
Benediktiner ueber. 1060 fuehrte Giovanni Gualberto, Gruender des
vallombrosanischen Ordens, dort die Regeln der Moenche von Vallombrosa
ein. Bis 1732 wurde die Abtei von den zisterziensischen Moenchen aus
San Galgano geleitet. Zu dem Gebaeudekomplex der Badia gehoert auch
die Kirche Santi Salvatore und Lorenzo romanischen Ursprungs, die
von den Zisterziensern im Laufe des 13. Jahrhunderts renoviert wurde.
Auf den Huegeln um Scandicci
sind die Kirche von San Martino alla Palma und die Pieve Sant'Alessandro
in Giogoli einen Besuch wert. Die erste geht auf die Zeit vor 1000
zurueck, und von ihrem Bogengang tut sich ein wunderschoenes Panorama
auf. Die Pieve von Sant'Alessandro in Giogoli bewahrt, trotz einiger
Veraenderungen waehrend
des 18. Jh.s, noch den originalen romanischen Stil. Die Kirche erlitt
im Zweiten Weltkrieg schwere Schaeden, aber anschliessende Restaurierungen
liessen die Apsis und die Fassade wieder in altem Glanz erscheinen.
Nahe von Scandicci befinden sich viele der Villen, die von den adeligen
florentinischen Familien der Renaissance gebaut wurden: die Villa
Arcipresso, die heute den Aspekt einer buergerlichen Residenz des
19.Jh.s hat, ist beruehmt, da sie dem schwer an Tuberkulose erkrankten
David Herbert
Lawrence als Unterschlupf diente, um im Jahr 1929 das Buch "Der
Liebhaber von Lady Chatterly" zu schreiben; Villa Collazzi entstand
im 16.Jh. aus einem antiken Schloss der Buondelmonti, waehrend das
Castello dell'Acciaiolo den Aspekt eines mittelalterlichen Herrenhauses
hat und noch einen grossen
Teil der antiken Wehrmauern mit zwei fast intakten Tuermen aus dem
14. Jh. aufweist. |
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