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Richtung Norden gelangt man nach San Piero a Sieve, das in
der gleichnamigen Pieve ein wunderschoenes Taufbecken der Schule
Della Robbias bewahrt. Auf der Anhoehe ueber dem Ort sollte man
einen Besuch der Festung San Martino einplanen, die von Buontalenti
entworfen wurde. Unweit des Ortes lohnt ein Besuch des Castello
del Trebbio und des Klosters Convento del Bosco ai Frati, das das
aussergewoehnliche hoelzerne Kruzifix von Donatello enthaelt.
Der Gemeindebereich von Barberino di Mugello erstreckt
sich bis zu den Auslaeufern des toskanisch-emilianischen Apenins.
Im Zentrum des Ortes sollten Besucher den Palazzo Pretorio aus dem
15.Jh. und den Palazzo Medici besichtigen. Etwas ausserhalb der
Siedlung , auf einer Anhoehe gelegen, erhebt sich die Burg San Piero
aus dem 12.Jh.. In der Naehe von San Piero a Sieve lohnen ein Halt
an der Pieve San Silvestro und einer in Montecuccoli, wo der Fluss
Sieve entspringt, an der Pieve San Michele, die auf das 7.Jh. zurueckgeht.
Scarperia, das fuer die Herstellung von Messern und die Bearbeitung
von Steinen bekannt ist, liegt inmitten einer Huegel-und Berglandschaft.
Einst Sitz eines der Vikariate, in die das Staatsgebiet und der
Ort verwaltungsgemaess aufgeteilt waren, ist von antiken Mauerringen
umgeben und zeigt eine quadratische Struktur. Zu besichtigen sind
der Palazzo Pretorio mit seiner mit Wappen verzierten Fassade, der
wertvolle Fresken in sich birgt, und die Kirche der Heiligen Jacopo
e Filippo mit einer Madonna mit Kind, ein Werk von Benedetto da
Maiano. Nicht versaeumen sollten Besucher die nahe Pieve Sant'Agata
mit ihren herrlichen Gemaelden des 14.Jahrhunderts.
Borgo San Lorenzo ist der Hauptort des Mugello, Sitz der
meisten Handels-, Industrie- und Tertiaeraktivitaeten. Sehenswert
sind die, vor dem Jahre 1000 gegruendete, Pieve San Lorenzo und
das Nonnenkloster von Camaldoli, im Ortsteil Luco, mit seiner Kirche
San Pietro. Das Kloster wurde 1808 entweiht und war bis vor kurzem
Sitz des Krankenhauses des Mugello. Aus Borgo stammt die Familie
Chini, die die schoensten Liberty-Keramiken Italiens herstellte,
und deren Erben heute noch eine wichtige Manufaktur leiten. In Grezzano
wurde das Museum der baeuerlichen Kultur eingerichtet.
Vicchio
liegt an den Auslaeufern des Mugello Tales, auf einem Huegel, der
von dem Fluss Sieve umspuelt wird. Die Struktur der Altstadt bewahrt
noch heute ihre typische sechseckige Form, die die Florentiner der
Ortschaft mit dem Bau der Befestigungsmauern verliehen, die heute
noch zum groessten Teil sichtbar und gut erhalten sind. Hier wurden
Beato Angelico und Giotto geboren, Benvenuto Cellini war hier oft
zu Gast. In den Haeusern von Cellini und Giotto wurden Museen und
Informationszentren ueber die grossen Meister eingerichtet.
Marradi, Firenzuola und Palazzuolo sul Senio bilden den so
genannten Alto Mugello auf dem adriatischen Auslaeufer des Apenin,
an der Grenze zu den Provinzen Forlì, Ravenna und Bologna.
Marradi wurde 1428 von Florenz besiegt und bietet den Besuchern
die schoene Kirche San Lorenzo im neoklassizistischem Stil und den
im 11.Jh. gegruendeten Klosterkomplex Santa Reparata in Salto. Im
Ort sind das Theater degli Animosi aus dem Jahre 1792 und das Museo
Naturalistico einen Abstecher wert.
In Quadalto, einem Ortsteil von Palazzuolo sul Senio, besichtigt
man die Wallfahrtskirche Santa Maria della Neve aus dem 15.Jh. mit
dem angrenzenden Nonnenkloster des Franziskanerordens. Im Ortskern
liegen der Palazzo dei Capitani del Popolo, heute Sitz des Museums
der Bauern-und Handwerkskultur,
und die Kirche Sant'Antonio aus dem 17.Jh.. Ein Getto zeugt von
der Praesenz vieler Juden in Palazzuolo.
Firenzuola ist der Hauptort einer der ausgedehntesten Gemeinden
Italiens. Es wurde 1332 von den Florentinern gegruendet, die das
Stadtzentrum in seiner viereckigen Form planten, mit Tuermen versehenden
Mauern und vier maechtigen Tuermen an den Ecken, sowie zwei Eingangstoren.
Nach den schweren Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg stehen heute
nur noch die grossen Wehrtuerme und Tore, waehrend der Ort fast
voellig zerstoert wurde.
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