HUEGEL |
TAGESZEITUNGEN
und ZEITSCHRIFTEN |
 |
LINKS |
 |
NOT |
 |
TELEPHONBÜCHER |
 |
DIE
REDAKTION |
 |
|
 |
|
|
|
|
EIN RUNDGANG DURCH DIE MUSEEN
Das typischste Museum des Mugello ist das der Manufaktur
Chini in Borgo San Lorenzo gewidmete: eine reichhaltige Sammlung
von Keramikartikeln, Einrichtungsgegenstaenden, Fensterscheiben
und Verzierungen im Liberty-Stil, die von der Maufaktur Chini hergestellt
worden sind, ein Betrieb, der internationalen Ruf geniesst dank
der besonderen Feinheit ihrer handwerklichen Produktion.
|
|
Einige
Raeume des Museums beherbergen Radierungen, Lithographien, Oelgemaelde
und Zeichnungen von Pietro Annigoni. Im Ortsteil Grezzano von Borgo
besucht man das "Museum der baeuerlichen Kultur", eine Sammlung
von baeuerlichen Werkzeugen, die von reichhaltigem Informationsmaterial
ueber
die authentische Identitaet des Mugello ergaenzt wird. In Firenzuola
ist das "Museum der historischen Landschaft des Apenin"
in der tausend Jahre alten Abtei Vallombrosana eingerichtet worden.
In Scarperia finden wir das schon erwaehnte "Museum der scharfen
Eisen", das dem lokalen Handwerk gewidmet ist: fuenf Abteilungen
des Museums fuehren auf eine Entdeckungstour des Messers in den Handlungen
des Menschen, der Produktionsgebiete von Klingen in Italien, der Form
und den einzelnen Teilen des Messers, der Messerschmiede von Scarperia,
der antiken Werkzeuge zur Herstellung von
Messern. In Sant'Agata, immer noch im Gemeindebereich von Scarperia,
befindet sich das polivalente Zentrum Sant'Agata Artigiana e Contadina
di Leporino, das die Cartoonfiguren von Faliero Leprizeigt, Kulissen
und Berufe im Mugello in den Jahren von 1920 bis 1950. Im Kreuzgang
der Pieve Sant'Agata sind ein Dokumentationszentrum und eine Ausstellung
archaeologischer Funde aus der Zeit von der Urgeschichte bis hin zur
modernen Epoche ausgestellt. In Sant'Agata finden wir auch die Sammlung
sakraler Kunst, wo ein Tabernakel von Bicci di Lorenzo, Altarbilder
der florentinischen Schule, eine vielfarbige Majolika von Andrea della
Robbia, Gemaelde und Kircheninventar ausgestellt.
Das Museo della Pietra Serena (Sandstein) besucht man in Firenzuola:
Gegenstaende des taeglichen Gebrauchs aus Stein, Kunstgegenstaende,
Schilderungen des Abbaus und der taditionalen Weiterverarbeitung des
Sandsteins. Bruscoli, ein Ortsteil von Firenzuola, behrbergt eine
ethnografische, historische Ausstellung, die den Gegenstaenden der
baeuerlichen Kultur gewidmet ist und mit Zeugnissen des Zweiten Weltkrieges
ergaenzt wird. Das Museo delle Genti di Montagna (der Leute von den
Bergen) hat seinen Sitz im Palazzo dei Capitani in Palazzuolo sul
Senio und zeigt Dokumente und Zeugnisse der baeuerlichen Traditionen
und des oertlichen Handwerks. Im selben Gebaeude wurde auch eine permanente
Ausstellung von praehistorischen und fruehgeschichtlichen Funden untergebracht.
Vicchio bietet den Besuchern das Museum sakraler Kunst und Religioesitaet
"Beato Angelico", eine reichhaltige Sammlung von Gemaelde
und Kircheninventar aus dem Mugello. In Vicchio befinden sich auch
die Haeuser von Benvenuto Cellini und Giotto, zwei Genies der Kunst,
die hier geboren wurden. Das, von Cellini waehrend seiner Aufenthalte
im Mugello bewohnte, Haus liegt im Mauerkreis und stammt wie die Wehrmauern
wohl aus dem 14.Jh.. Heute ist in diesem Gebaeude ein touristischer
Info-Point untergebracht, der auch ueber kleine Raeumlichkeiten fuer
Ausstellungen verfuegt. In der Zukunft hofft man, hier den Sitz fuer
Kurse fuer Goldschmiedekunst und di Bearbeitung von Edelmetallen unterzubringen.
Giotto, einer der bedeutendsten Maler aller Zeiten, wurde in
Vicchio di Mugello geboren, und heute ist sein Haus in Gemeindebesitz
und beherbergt ein Museum: in den kuerzlich restaurierten Raeumen
ist eine permanente Ausstellung ueber Giotto untergebracht, die von
der Internazionalen Universitaet der Kunst zusammengestellt wurde,
und farbige Reproduktionen der Werke des Meisters und didaktisches,
audiovisives Material ausstellt. In Borgo San Lorenzo sollte man einen
Halt beim Villino Chini einlegen. Diese Villa liess das Familienoberhaupt
im Jahre 1923 mit den Einnahmen des Baus der herrlichen Therme Salsomaggiore
errichten. Dieses Gebaeude zeigt die wichtige Rolle, die die Familie
Chini mit ihren Keramiken im Panorama des italienischen Liberty in
den ersten zwanzig Jahren des 20.Jh.s einnahm. Die unweit der Keramikbrennerei
gelegene Villa war mit einer ganzen Reihe von Dekorazionen verziert,
die die ganze Produktion der Familienmaufaktur widerspiegelte. Noch
heute sind wunderschoene Keramikteile, die Fussboeden und die Verzierungen
vieler Zimmer und die Verkleidungen der Kamine
erhalten. |
|
 |
|