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VILLAFRANCA
Die Ueberreste der Burg Malfido, gleich am Eingang der Ortschaft
Villafranca, zeugen von der glorreichen Vergangenheit, als diese
Ansiedlung unter der Regierung der Malaspina eines der bedeutendsten
Zentren der Val di Magra wurde. Die Festung kontrollierte sowohl
den Zusammenfluss des Flusses Magra und des Baches Bagnone, als
auch alle Handelsaktivitaeten, die sich entlang der Via Francigena
abspielten. Von der mechtigen Festung sind heute nur noch wenige
Ueberreste erhalten, denn die Burg wurde im Zweiten Weltkrieg schwer
beschaedigt. Auf jeden Fall ist Villafranca eine der schoensten
Ortschaften der ganzen Lunigiana; auch schon die Malaspina schaetzten
diesen Ort sehr und wollten die Kontrolle ueber diese stragische
Siedlung auf keinen Fall verlieren. Hier errichteten sie die Grabkapelle
der Familie, die im Inneren der Kirche San Niccolò besichtigt
werden kann.
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Die
Malaspina umzogen den Borgo von Villafranca mit Graeben und Wehrmauern,
von denen heute noch malerische Zeugnisse existieren. Ein Spaziergang
durch die Altstadt mit ihren herrlichen Handwerkslaeden und ein Besuch
des ethnografischen Museums der Lunigiana sollten nicht fehlen. Dieses,
in antiken Muehlen des Quattrocento untergebrachte, Museum bietet
seinen Besuchern Sammlungen reichhaltiger Zeugnisse vom Leben und
der typischen baeuerlichen Kultur der Lunigiana.
Zwischen Villafranca und Bagnone sollte man unbedingt einen Abstecher
nach Filetto einplanen, dem wohl am besten erhaltenen Borgo der ganzen
Gegend, inmitten eines dichten Waldes gelegen, wo zahlreiche Stelenstatuen
gefunden wurden, religioese, von den Apuanischen Liguriern in Stein
gemeisselte, Idole. Anfangs diente die Festungsanlage, die heute noch
intakt erhalten ist, als militaerischer Stuetzpunkt gegen die Langobarden.
Im Laufe des Cinquecento kauften die Ariberti die Ansiedlung von den
Malaspina und vergroesserten sie, indem sie den Borgo teilten. Im
neuen Teil kann man den Palazzo dei Marchesi, die Kirche und das Krankenhaus
sehen. Im alten Teil sind die Kirche San Francesco mit wunderschoenen
Terrakottawerken aus der Schule Della Robbias, die Piazza del Pozzo
und herrliche Sandsteintore an Strassen und Plaetzen zu bewundern.
Im Juli und August vermittelt der byzantinische Borgo Filetto
den Eindruck eines antiken mittelalterlichen Marktes: im huebschen
Zentrum mit seiner bis heute intakt erhaltenen, originalen Struktur
versammeln sich Strassenhaendler aus der ganzen Lunigiana, und es
werden antike Werkstaetten zur Bearbeitung vo Eisen, Holz, Leder,
Stein und Keramik aufgebaut. Durch die Strassen ziehen Leute in Kostuemen,
begleitet von Musikern und Strassenkuenstlern. Am 24. August findet
im umliegenden Wald eines der bekanntesten Feste, die Fiera di San
Genesio, statt, wo man die gastronomischen Koestlichkeiten der Region
probieren kann.
Wenn man Villafranca verlaesst, sollte man einen Abstecher
im Borgo und in der antiken Burg Malgrate, einem der bedeutungsvollsten
der ganzen Lunigiana, einplanen. Der Ort entwickelte sich ab dem 14.
Jahrhundert und wird von einem zylinderfoermigen Turm, der zu den
aeltesten und elegantesten Italiens zaehlt, ueberragt und ist von
einem sehr gut erhaltenen Stadtmauerring umgeben. Nur wenige Touristen
besuchen den Ort Virgoletta, der aber sicherlich einen Besuch wert
ist, da er einer der malerischsten und besterhaltensten der Lunigiana
ist: ueberragt von der Festung der Malaspina, liegt die Ansiedlung
inmitten eines an Quellen reichen Waldes und bietet dem Besucher eine
kleine Kirche mit einer unglaublichen Anzahl an kostbaren Heiligenreliquien.
Von Fornoli, in der Naehe von Villafranca, geht es hinab zum Flussbett
der Chiesaccia beim Fluss Magra, von wo man eine herrliche Aussicht
auf den Ort Lusuolo geniess.
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