HUEGEL |
TAGESZEITUNGEN
und ZEITSCHRIFTEN |
 |
LINKS |
 |
NOT |
 |
TELEPHONBÜCHER |
 |
DIE
REDAKTION |
 |
|
 |
|
|
|
|
PONTREMOLI
"Tor und einziger Schluessel" zur Kontrolle der
Verbindungen zwischen Nord-und Sueditalien. So definierte Federico
II den, zentral an den wichtigsten Verbindungsstrassen zwischen
der Toskana und der Poebene gelegenen, Ort Pontremoli. Diese strategische
Position hat das Schicksal Pontremolis bestimmt: eine bis zu ihrer
endgueltigen Zugehoerigkeit zum Grossherzogtum Toskana stark umkaempfte
Gegend, zuerst zwischen den verfeindeten Gemeinden, dann zwischen
den Signorien. Heute ist Pontremoli eine elegante historische Stadt,
wo man den Zauber seit Jahrhunderten vergangener Ereignisse spuert,
die aber als greifbare Zeugnisse der gloriosen Vergangenheit fuer
die Touristen schoene Herrenhaeuser, spektakulaere Plaetze und viele
Kirchen, Hueter unermesslicher Kunstschaetze, bereit haelt. Um den
Charme Pontremolis voll zu geniessen, sollte man die steinernen
Gassen hinaufschlendern, die auf die, von der
mittelalterlichen Burg ueberragte, Anhoehe Piagnaro fuehren.
|
|
Der
alte Borgo, ein Aufeinanderfolgen von Gassen, Toren und kleinen Plaetzen,
ist Teil der Verteidigungsmauern der Burg und wird nur von maechtigen
Wehrtuermen unterbrochen. Im Kern des historischen Zentrums liegen
zwei Plaetze, Piazza del Duomo und Piazza della Repubblica, unterbrochen
von zwei Wachtuermen: sie sind das, was von der 1322, von Castruccio
Castracani errichteten, Stadtmauer uebrig geblieben ist. Diese Mauer
sollte die blutigen guerillaartigen Zusammenstoesse zwischen Guelfen
und Ghibellinen, die in einem grausamen Buergerkrieg um die Stadtherrschaft
kaempften, verhindern. Heute stehen noch die beiden Tuerme und ein
Grossteil der Wehrmauern ist noch im Inneren der Privathaeuser zu
sehen, die spaeter um sie herum erbaut worden sind. Sehenswert ist
auch die Kirche Nostra Donna, ein praechtiges Beispiel italienischen
Barocks, und der, an der Einfahrt in die Stadt, in dem gleichnamigen
Viertel gelegene, Komplex Santissima Annunziata, ein Beispiel der
strengen Architektur des Quattrocento. Nicht zu versaeumen sind ein
Besuch des kuerzlich renovierten Theaters der Stadt (18.Jh.) und eine
Besichtigung des Museo delle Stele (Stelenmuseum), wo die raetselhaften,
in Stein gemeisselten Idole der praehistorischen Bevoelkerungen der
Lunigiana ausgestellt sind.
In modernen Zeiten ist Pontremoli fuer eine einzigartige Aktivitaet
vieler seiner Bewohner bekannt geworden: den Strassenverkauf von Buechern,
der die Pontremoleser in ganz Italien verstreut hat. Die literarische
Berufung des Ortes wird jedes Jahr mit der Verleihung des Preises
Bancarella gefeiert;
ein Preis, der in jedem Juli nicht von Kritikern, sondern von Buchhaendlern
verliehen wird. Angesichts des Premio Bancarella sind auch andere
wichtige Veranstaltungen entstanden: "Bancarella Sport",
fuer Sportbuecher, die im September stattfindet und "Bancarellino",
reserviert fuer Kinderbuecher im
Juni. Das originellste Volksfest von Pontremoli ist der "Wettkampf
der Feuer", das zwischen den beiden "Contrada" (Stadtviertel)
ausgetragen wird: ein Ueberbleibsel der antiken Braeuche, die den
Gott des Feuers versoehnen sollten. Am 17. Januar muss die Contrada
San Niccolò - am 31. Januar die
Contrada San Geminiano - ein grosses Feuer anzuenden, und es gewinnt
die Gruppe, deren Flammen am hoechsten auflodern. In der Umgebung
von Pontremoli ist das Tal Valle del Verde mit seinen zahlreichen
Pieven und vielen malerischen historischen Siedlungen einen Abstecher
wert.
|
|
 |
|