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NATUR und SPORT
Der noerdlichste Teil der Garfagnana wird vom Parco Regionale
dellOrecchiella eingenommen, einem Waldgebiet von ueber 5000
Hektar, das die Naturschutzgebiete Lama Rossa, Bocca di Scala und
Pania del Corfino umfasst.
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Zu
Fuessen des Rondinaio-Massifs liegt die Riserva dellOrrido di
Botri mit dem spektakulaersten Canyon Mittelitaliens, wo noch der
Koenigsadler nistet.
Der Parco dell'Orecchiella schuetzt ein weites Hochland, wo
sich die Natur frei entfalten kann; hier leben die Menschen friedlich
mit den letzten Exemplaren von Woelfen und Koenigsadlern zusammen.
Ueberragt wird dieser Park von dem Kalkmassif Pania del Corfino, der
Heimat von Hirschen, Mouflons und Wildschweinen. Dieser Park mit seinen
Waeldern, Lichtungen, Quellen und Felsen bietet Strukturen und touristische
Einrichtungen hoechster Qualitaet fuer Liebhaber des Oeko-Tourismus.
Das Reservat Lama Rossa schuetzt einen grossen Buchenwald,
in dem rare Pflanzen beheimatet sind und viele wilde Tiere beobachtet
werden koennen. Der gesamte Park ist mit gut beschilderten Wanderwegen
fuer kurze Spaziergaenge und Tagesausfluege durchzogen. Die Kleinsten
werden gerne die, in Freigehegen beim Centro Visite untergebrachten,
Tiere beobachten: hier lebt auch eine halbfreie Baerenfamilie aus
dem tristen Zoo von Livorno. Im Besucherzentrum befinden sich ein
Naturalistisches Museum, Beobachtungsstationen fuer die Fauna, Unterkuenfte
fuer 30 Personen, ein Geschaeft mit lokalen Spezialitaeten und 2 Huetten
mit Bewirtung. Am Besucherzentrum beginnen alle Wege zur Entdeckung
des Parks, darunter auch ein sehr einfacher fuer Anfaenger und ein
besonderer Weg fuer die Beobachtung verschiedenerTiere.
Von diesem Info-Point startet auch der Weg zum botanischen Garten
l'Orto Botanico della Pania del Corfino, der die Flora und
die typische Umgebung der Kalkmassife zeigt, die viel rauer als die
der umliegenden Huegel ist. Der Orto Botanico blickt auf
das Tal des Flusses Serchio, und man kann die Apuanischen Alpen und
die Kueste der Versilia in der Ferne erkennen. Wacholder und Hundsrose,
Buchen und Steineichen, Rot-und Weisstanne, Blaubeeren und Rhododendren
bedecken den botanischen Garten, in dem
von Weideland, Torfmooren, Abhaengen bis hin zu Heideflaechen alle
Gelaendearten vertreten sind. Dank der Hinweisschlider kann man auch
die Gelegenheit nutzen, rare Sorten, wie die wilden Orchideen, die
Primel des Apenin und die wilde Pfingstrose zu bewundern.
Touristen, die die Garfagnana besuchen, sollten nicht versaeumen,
einen Tag im Orrido di Botri, dem spektakulaersten Canyon Mittelitaliens,
dessen Schoenheiten auch fuer unerfahrene Wanderer leicht zugaenglich
sind, zu verbringen. Diese raue, imposante Kalkschlucht mit ihren,
vom Wasser des Rio Pelago tief ins Gestein geschnittenen Felswaenden
liegt in einer wunderschoenen Landschaft, bedeckt mit Buchenwaeldern
und von den hoechsten Bergen der Garfagnana ueberragt, dem Monte Rondinaio
und der Alpe delle Tre Potenze. Das Wasser der Klamm ist klar und
sauber und ist trotz seiner, auch im Sommer eisigen Temperatur unwiderstehlich,
ohne Schuhe darin zu waten. Die Anziehungskraft des Orrido di Botri
wird noch groesser, wenn man bedenkt, dass es einer der wenigen Orte
ist, wo noch der maechtige Koenigsadler nistet. Auf den Wiesen um
den Canyon leben Hasen, Damhirsche, Eichhoernchen, Stinktiere und
Murmeltiere. Ausser dem Koenigsadler, dem Symbol der Schlucht, sind
hier noch andere Exemplare der Familie der Raubvoegel vertreten, wie
der Bussard, der Turmfalke, der Wanderfalke, der Sperber und die Koenigseule.
Natuerlich ist in dieser Gegend die Jagd verboten.
Ein weiteres Ausflugsziel, das man auf keinen Fall versaeumen
sollte, ist die Grotta del Vento, die von der erbarmungslosen
Natur in einen der malerischsten Abschnitte
des Parco delle Apuane geformt wurde. Obwohl die unterirdischen Schoenheiten
der Hoehle vom Parco delle Apuane geschuetzt werden, liegt diese Hoehle
schon im Gebiet Garfagnana, unweit der herrlichen Einsiedelei Calomini.
Die Grotta del Vento kann nur mit einer Fuehrung besucht werden, auch
wenn sie ueber bequeme Wege fuer einen angenehmen Besuch verfuegt.
Stalaktiten und Stalagmiten, klare Seen, unterirdische Wasserlaeufe
und erosionsbedingte, bizarre Felsformationen bilden die Attraktionen
dieser Hoehle. Die Besucher koennen zwischen drei verschiedenen Wegen
waehlen, je nach Schwierigkeitsgrad und Dauer.
Die Garfagnana, ein Paradies fuer alle Outdoor-Aktivitaeten, bietet
viele Moeglichkeiten fuer Erholung und Kontakt mit der Natur. Die
meistverbreiteste Sportart ist sicherlich das Wandern, sei es zu Fuss,
auf dem Ruecken eines Pferdes oder mit dem Fahrrad - das bedeutet:
300km gut ausgeschilderte Wege, die von den Clubs Garfagnana Trekking,
Apuane Trekking und Parco dell'Orecchiella, gepflegt
werden; im Orecchielle Park warten auch drei Wege von Airone
auf die Besucher. Das Info-Center des Parks dellOrecchielle
haelt zahlreiche Karten und Fuehrer ueber die schoensten Wege bereit.
In der Garfagnana gibt es fuer alle Liebhaber des Reitsports 6 speziel
angelegte Reitwege, die die schoensten Abschnitte dieser Gegend durchziehen
und die, zusammen mit zahlreichen Reitsportanlagen, zur Verbreitung
dieses Sports beitragen. Breitgefaechert ist auch das Angebot fuer
alle Fans unterirdischer Ausfluege, die hier die anziehenden
Hoehlenlandschaften des Kalkgesteins entdecken koennen. Tatsaechlich
befinden sich gerade in der Garfagnana eine herrliche Hoehlenwelt
und die tiefsten Abgruende Europas. Klettertouren auf die schwindelerregenden
Felswaende der Apuanischen Alpen bleiben den Experten von Seilen und
Steigeisen vorbehalten; die Fans des Gruselns koennen hier das Drachenfliegen
ausueben, waehrend die vielen Gewaesser der Garfagnana sehr gute Bedingungen
fuer Rafting, Sportangeln, Schwimmen und Bootsausfluege bieten. In
dieser Gegend gibt es auch eine Reihe von bescheidenen Skigebieten:
Lifte bieten die Orte Orecchiella, wo man auch Langlauf machen kann,
Casone, Passo delle Radici, Profecchia und Careggine, Casone,
Passo delle Radici, Profecchia und Careggine.
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