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HUEGEL >> GARFAGNANA

Museen, Burgen, Pieven und Bruecken

IDas ethnografische Museum „Don Luigi Pellegrini“, auch Museum baeuerlicher Kultur genannt, ist nicht nur dank seiner Sammlumgen, sondern auch wegen des herrlichen Ausblicks von dem Ort San Pellegrino in Alpe sehenswert.
A Die auf 1500 m Hoehe gelegene Ortschaft bietet das schoenste Panorama auf die sich zu ihren Fuessen erstreckende Garfagnana. Das Museum hat Sitz in einem sehr eindrucksvollen Gebaeude, einer tausendjaehrigen Herberge, die einst Reisenden und Pilgern auf dem Weg nach Rom Unterkunft bot. Es bewahrt 3000 Funde, die dokumentieren, wie man bis vor wenigen Jahrzehnten hier lebte, wann und was man ass und wie man in den Bergen der Garfagnana arbeitete.
Im mittleren Abschnitt des Flusses Serchio, finden wir in Coreglia Antelminelli das Museum der Gipsfiguren und der Emigration, das sicher einen Halt wert ist. Hier werden Berichte ueber die Gipsbearbeitung, die ihren Ursprung im 15.Jh. im Ort Coreglia Antelminelli hatte, und mehr als 1000 Originalwerke der groessten Hersteller des 18. bis 20. Jh. gezeigt. Eng mit der Gipsbearbeitung ist ein weiteres Phaenomen der Garfagnana verbunden: die Emigration. Die tuechtigen Handwerker fertigten ihre Meisterwerke in der Nacht an und zogen dann am naechsten Morgen in die umliegenden Orte, um ihre Arbeiten zu verkaufen. Viel Platz ist den Herstellungsmethoden der Gipsfiguren und dem Arbeitsablauf in der Werkstatt gewidmet. Auch das Museen del Territorio, in Castelnuovo mit seiner Ausstellung von Werkzeugen und Instrumenten der Urgeschichte, den mittelalterlichen Zeugnissen und zahlreicher Keramiken des Cinquecento, die aus dem Turm der Festung Rocca Ariostesca stammen, sollte unbedingt besucht werden. Die Garfagnana bietet wunderschoene Einsiedeleien, Orte fuer die Seele, die versteckt in den Waeldern liegen, welche schon alleine Ehrfurcht einfloessen und davon zeugen, wie der christliche Kult in dieser Gegend seit dem Mittelalter stark verwurzelt ist. Die eindrucksvollste aller Einsiedeleien ist wohl Calomini, in der Valle delle Turrite gelegen. Diese Klause ist Santa Maria ad Martires geweiht und ist in eine Felswand eingelassen, in die Einsiedelei 15 m tief eindringt und steil ueber einem Abgrund liegt. Das Presbyterium, die Zellen der Moenche und die Sakristei sind ebenfalls in den Felsen gehauen. Diese Einsiedelei steht auf den Resten einer antiken Kirche, die schon im Jahre 1000 in Dokumenten erwaehnt wurde. Diese Wallfahrtskirche wurde dank der Glaeubigkeit des Volkes, das zur Vergroesserung dieser antiken Kirche beitrug, immer wichtiger.
Heute gibt es hier keine Eremiten mehr, und die Kirche wird von den Moenchen des Kapuzzinerordens von Lucca geleitet, die auf Anfrage auch Touristen in der „Foresteria“ (Herberge fuer Fremde) fuer einen kurzen Aufenthalt aufnehmen.
Die Einsiedelei Viano, unweit von Vagli di Sopra, ist eine winzige Wallfahrtskirche, die um eine natuerliche Felsoeffnung erbaut wurde. Die Legende erzaehlt, dass ein schottischer Geistlicher, Viano oder Viviano, diese Grotte gewaehlt haette, um sich dem geistlichen Kult hinzugeben. Das groesste, ihm zugeschriebene Wunder war der Anbau wilden Kohls, von dem sich die Grubenarbeiter ernaehrten, die ihn so zu ihrem Beschuetzer machten. Die Kirche Chiesa di San Pellegrino in Alpe bewahrt eine wertvolle und noch sehr verehrte Reliquie: die mumifizierten Koerper der Heiligen Bianco und Pellegrino, die asketisch und einsam in den umliegenden Waeldern lebten. Im Gebiet von Minucciano befinden sich ausserdem die Wallfahrtskirchen Santuario di Nostra Signora della Guardia, vom Ende des 19.Jh.s und die Madonna del Soccorso, wo noch heute Eremitenmoenche wohnen.
Die Bevoelkerungen, die um die Herrschaft ueber die Garfagnana kaempften, haben viele, ueber die Gegend verstreute Zeugnisse hinterlassen, wie z.B. Burgen und Festungen.
Eines der schoensten Beispiele mittelalterlicher Festungen ist sicherlich die Fortezza di Montealfonso, in der Gemeinde Castelnuovo, hoch oben auf einer Anhoehe ueber dem Ort gelegen. Dies ist der bedeutendste, befestigte Ortskern des Serchio-Tals, der Ende des Cinquecento entworfen wurde und der die steilen Mauern, den Brunnen, die Unterkuenfte der Truppen, den aeusseren Graben und das im 17.Jh. vergroesserte und verstaerkte Tor bewahrt.
Gut erhalten und einen Abstecher wert ist auch die Rocca di Ceserana, am linken Ufer des Serchio. Die Befestigungsmauern ziehen sich auf dem Huegelkamm ueber dem Ort entlang, und in ihrem Inneren steht die romanische Kirche Sant'Andrea, die schon im 12.Jh. in Dokumenten erwaehnt wurde. Die heutige Struktur der Rocca stammt aus dem 15.Jh., als auch Ceserano in den Besitz der Estenser ueberging.
Sehenswert sind auch die Festung Ghivizzano, beruehmt fuer die ueberdachte Strasse und den runden Wehrturm, den die Antelminelli erbaut hatten, und die Festung Cascio, eine Zitadelle aus dem 17.Jh., ueberragt von zwei grossen, runden Wehrtuermen. Beeindruckend ist der Mauerkomplex von Castiglione di Garfagnana, mit seinen heute noch intakten Aussichtstuermen. In einem aussergewoehnlich guten Zustand befindet sich auch der mittelalterliche Ort Castiglione, wo zwei Meisterwerke religioeser Architektur aufbewahrt sind: die fruehchristliche Pieve San Pietro und die romanische Kirche San Michele. Nicht versaeumen sollten die Besucher die Fortezza delle Verrucole, einen maechtigen Wehrkomplex aus dem Cinquecento in San Romano. Hier sind noch eine runde und eine quadratische Festung erhalten, die mit zwei langen Wehrmauern verbunden sind.
Der Reichtum der Garfagnana an Fluessen und Baechen liess die Bevoelkerung zahlreiche Bruecken ueber den Serchio und den Lima errichten. Diese Bruecken entstanden in der Naehe von religioesen Kultstaetten und Wehrsystemen - die schoensten liegen zwischen Borgo a Mozzano und Castelnuovo. Wunderschoen sind ausserdem die Bruecke Maddalena, auch Ponte del Diavolo (Teufelsbruecke) genannt, mit ihrem hohen mittleren Bogen , und die Reste der Eisenbruecke ueber den Lima, die im 19.Jh., mit Tuermen versehen, errichtet wurde. Zu besichtigen sind auch die Reste der mittelalterlichen Bruecken Santa Lucia und Madonna die Castelnuovo mit den Gebieten jenseits des Serchio verbinden.




















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