HUEGEL |
TAGESZEITUNGEN
und ZEITSCHRIFTEN |
 |
LINKS |
 |
NOT |
 |
TELEPHONBÜCHER |
 |
DIE
REDAKTION |
 |
|
 |
|
|
|
|
CASTELNUOVO GARFAGNANA
Castelnuovo liegt im Herzen der Garfagnana und ist seit jeher
ihr aktives Zentrum. Dieser lebhafte, geschichtstraechtige Ort mit
seinen Bueros, Geschaeften und Institutionen liegt am strategischsten
Ort des Tales, direkt am Zusammenfluss von Serchio und Turrite.
|
|
Die
ersten schriftlichen Dokumentationen von Castelnuovo gehen auf das
Jahr 740 in die Epoche der Langobarden zurueck, waehrend diese Ortschaft
schon im 14.Jh. ein lebendiger Verkehrsknotenpunkt der, von Lucca
dominierten, Region war. Im Jahre 1430 fand ein Aufstand der Bevoelkerung
gegen die Vorherrschaft Luccas statt, und der Ort unterwarf sich freiwillig
den Estensern, die damit das Herz der Garfagnana kontrollierten. Es
war genau die Periode der estensischen Domination, die die wichtigsten
Denkmaeler hinterliess: den Dom, die Rocca (Festung), das Kapuzinerkloster
und die herrliche Festung Monte Albano.
Die Burg Castelnuovo aus dem 13.Jh. hat im Laufe der Jahrhunderte
viele Umbauarbeiten erlebt und hat ihren heutigen Aspekt im 17.Jh.
erhalten. Sehenswert ist auch der, nach den Heiligen Pietro und Paolo
benannte, Dom, der im 16.Jh. auf den Ruinen einer romanischen Pieve
errichtet wurde: davon ist ein wunderschoenes Altarbild aus Majolika
Della Robbias erhalten, das den Heiligen Josef darstellt. Auf dem
Huegel hinter Castelnuovo ist die Festung Monte Alfonso einen Abstecher
wert, die von Este Ende des16.Jh.s erbaut wurde. Die maechtige, ueber
einen Kilometer lange Wehrmauer wird heute noch von sieben Bollwerken
ueberragt, und es sind auch einige Gebaeude im Inneren erhalten.
Als Erinnerung an Ludovico Arriosto, der im 16.Jh. als Gouverneur
der Garfagnana nach Castelnuovo gesandt wurde, ist ein, nach ihm benannter,
Rundweg eingerichtet worden, der Sentiero dellArriosto.
Dieser Weg schlaengelt sich durch terrassenfoermig angelegte Weingaerten
und Bauernorte, immer entlang der Wehrmauer bis hin zum Eingang der
Festung. Von hier geht es auf einem Trimmpfad mit Sportgeraeten hinab
ins Zentrum von Castelnuovo. Man sollte aber hinzufuegen, dass Arriosto,
trotz der ihm heute von der Bevoelkerung zugefuegten Ehren, die Garfagnana
nicht besonders liebte und diese in seinen Satiren als Land
der Woelfe und Raeuber bezeichnete. Arriosto, der an das lebhafte,
stimolierende Ferrara gewoehnt, und weit weg von seiner Liebsten und
nicht in der Lage war, die Ueberfaelle der, das Land von Norden nach
Sueden heimsuchenden, Banden zu unterbinden, hoffte nur, dieses Gebiet
so schnell wie moeglich zu verlassen.
Castelnuovo ist reich an tief verwurzelten Traditionen, die
sich am besten auf den Volksfesten zeigen. Im Fruehling findet die
Ausstellung Agriambiente mit Blick auf die Wirtschaft, Umwelt und
Natur statt. Der Sommer startet am 29. Juni mit dem Fest des Schutzpatrons
und bietet dann die Rinderausstellung, die Garfagnana Expo, Fotoaustellungen,
Chordarbietungen und literarische Wettbewerbe. Die Fiera delle
donne, im September, schliesst mit Ausstellungen typischer Produkte
und verschiedenen Darbietungen diese Veranstaltungsreihe.
|
|
 |
|