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BAGNO A RIPOLI
Auf dem Fiesole gegenueberliegenden Ufer des Arnobefindet
sich der Ort Bagno a Ripoli, welcher wahrscheinlich etruskischen
Ursprungs ist und der sich schon im 3.Jh. v. Chr. zu einem lebendigen
Handelsplatz entwickelte.
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Im
12.Jh. war Bagno a Ripoli Sitz der Lega von Ripoli, einer der 72 Gemeindeverbaende,
in die die florentinische evoelkerung aufgeteilt war. Aus dieser Zeit
stammt die aelteste romanische Pieve der Umgebung von Florenz, die
Pieve San Pietro, deren Ursprung man an Hand von Dokumenten bis ins
8. Jh. verfolgen kann. Die Fassade der Pieve wurde 1932 in ihrem urspruenglichen
romanischen Stil restauriert. In ihrem Inneren birgt sie zahlreiche
Kunstwerke, wie z.B. einige Fresken des 14. Jh.s von Piero Nelli,
Schoepfer des Prozessionskruzifixes, das sich in der Cappella della
Misericordia befindet, und weitere Gemaelde des 17. Jh.s. In der Umgebung
von Bagno a Ripoli, genauer gesagt, in Villamagna, hoch ueber dem
Arno gelegen, erhebt sich die Pieve San Donino. Sie wurde im 8. Jh.
errichtet, in der romanischen Periode restauriert und zeigt sich heute
mit einer schlichten Fassade in Giebelform und einem imposanten Glockenturm.
Das Innere enthaelt viele Kunstwerke aus der Zeit zwischen dem 14.
und 16. Jh.. Das Oratorium Santa Caterina ist ein authentisches Kleinod
der italienischen
Gothik und wurde als Privatkapelle der Fuersten Alberti zwischen 1348
und 1387 errichtet. Die Aussenfassade im romanischen Stil ist einfach
und reizend, waehrend in ihrem Inneren Fresken rarer Schoenheit aus
dem 13. und 14. Jh.enthalten sind.
In
Antella, einem kleinen Ortsteil von Bagno a Ripoli, liegt die Pieve
Santa Maria, deren Spuren bis vor das Jahr 1000 zurueckfuehren. Nach
einigen Umbauten wurde sie 1928 voellig restauriert und wieder in
ihren urspruenglichen romanischen Stil gebracht. Die Sakristei und
der Glockenturm zeigen die Merkmale des romanischen Stils, waehrend
im Inneren ahlreiche Kunstwerke aus dem Zeitraum zwischen dem 15.
und 17. Jahrhundert aufbewahrt sind. In der Umgebung von Bagno a Ripoli
verstreut liegen viele Burganlagen, wie Belforte, Monte Acuto und
Quarante, und zahlreiche Villen der Medici, wie Lappeggi und Mondeggi.
Am Ufer des Arno faellt das Gebaeude Gualchiere di Remole auf, das
von kraeftigen Tuermen ueberragt wird und einst der Herstellung von
Stoffen fuer Florenz diente.
Die
Schoenheit des Landstrichs um Bagno a Ripoli, eine Synthese von der
Anmut der Landschaft und der Eleganz der antiken Bauten, hat ein Projekt
zur Realisierung eines Freilichtmuseums ins Leben gerufen. Hier erwarten
den Besucher keine Gemaelde in einem geschlossenen Raum, sondern Gassen,
Bruecken, Kirchen, Villen und Muehlen, in einem Netz von Rundwegen,
ganz auf die Besucher zugeschnitten.
Wiederholte Ausgrabungen im Bezirk der Gemeinde haben zahlreiche
Funde ans Licht gebracht, die bis in die Jungsteinzeit zurueckfuehren,
und die heute im Antiquarium von Bagno a Ripoli ausgestellt sind.
Touristen, die den ganzen Zauber der historischen Gebaeude von Bagno
a Ripoli erleben moechten,
koennen einen Aufenthalt im Spedale del Bigallo einlegen, das nach
einer kuerzlich beendeten Restaurierung wieder seine ehemalige Funktion
als Kultur- und Aufnahmezentrum erfuellt. Man schlaeft hier in den
alten Zimmern, isst in einem herrlichen Speisesaal mit einer Kassettendecke
und erholt sich in einem schoenen Saal mit einem Steinkamin auf Saeulen.
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