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HUEGEL >> SIENA HUEGEL

Von Siena nach San Galgano

Auf der Fahrt von Siena zur Abtei San Galgano trifft man auf zahlreiche Ortschaften, die einen Aufenthalt wert sind. Die erste ist Cuna, ein aussergewoehnliches befestigtes Bauerndorf, das seit dem Mittelalter intakt erhalten geblieben ist.
Der maechtige befestigte Bauernhof mit seinen Wehrmauern aus roten Ziegeln wurde im 14.Jh. von dem Spedale di Santa Maria della Scala di Siena erbaut. Auf einem Bummel durch den Ortskern entdeckt man die huebsche kleine Backsteinkirche mit den Resten einiger Fresken des 15.Jh.s. Die Rundfahrt fuehrt nun nach Monteroni d'Arbia, einem modernen Wohngebiet, das entlang der Via Cassia entstanden ist. Im Ortskern steht eine intakte Muehle, die auch von dem Spedale di Santa Maria della Scala erbaut wurde, und um die sich der moderne Ort entwickelt hat. Einen kleinen Umweg ist der Besuch von Lucignano d'Arbia, wert, ein befestigter Borgo mit Toren und Tuermen des 14.Jh.s. In Lucignano sollte man die dem Johannes dem Taeufer gewidmete Kirche besichtigen, an deren Seite sich ein grosser Glockenturm erhebt, der urspruenglich militaerischen Zwecken diente. Im Inneren eine Kreuzigung, ein Werk aus dem 16.Jh. von Bartolomeo Neroni, auch bekannt als Il Riccio.
Der malerische, ruhige senesische Ort Murlo, ist dank einer wissenschaflichen Studie, die eine Verwandschaft der Bewohner von heute mit ihren etruskischen Vorfahren bewiesen hat, oft auf den Titelseiten der Zeitungen gelandet. 150 Einwohner wurden Analysen des genetischen Erbgutes unterzogen, das sich danach als identisch mit dem DNA der Knochen aus den etruskischen Graebern erwiesen hat. So kann man, ganz ohne jegliche Zeitmaschine, hier in Murlo Etrusker auf der Strasse treffen! Im schoenen Bischofspalast befindet sich das archaeologische Museum mit Funden der nahen Nekropolis Poggio Civitate.
Natuerlich fehlen auch nicht die mittelalterlichen Eindruecke, da die Altstadt von Murlo noch heute die Struktur des 14.Jh.s bewahrt und sich in einer dominierenden Lage hoch ueber dem Tal des Crèvole erhebt. Im 12. Jahrhundert war der Ort ein Lehen des Bischofs von Siena, kam dann 1387 unter die Kontrolle der Republik Siena.
Ein weiterer Umweg auf der Rundfahrt nach San Galgano fuehrt nach Orgia, einem schoenen Borgo inmitten der dichten Waelder der Val di Merse. Zu seinen Fuessen erstreckt sich eine ehemalige Sumpflandschaft, die heute trockengelegt und mit Getreidefeldern bedeckt ist. In Orgia ist das Museum des Waldes zu besichtigen, das an Hand von Gegenstaenden und Dokumentatiosmaterial die Arbeit im Wald und die Halbpacht erlaeutert. Torri ist eine kleine, hoch auf einem Huegel gelegene, mittelalterliche Ortschaft. Von Wehrmauern umgeben hat sich der Ort im Laufe des Duecento um eine vallombrosanische Abtei gebildet. Die romanisch-gothische Kirche kann heute noch besichtigt werden: sie hat ein maechtiges Portal und ist mit steinernen Loewenkoepfen verziert. Die Reste der antiken mittelalterlichen Burg ueberragen auch den modernen Ort Rosìa, wo man die romanische Pieve San Giovanni Battista aus dem 13.Jh. besichtigen sollte: im Inneren befinden sich ein elegantes Taufbecken aus Marmor und eine Madonna mit Kind und Heiligen, ein Werk von Guidoccio Cozzarelli aus dem 16.Jh.. Auf der Weiterfahrt in Richtung San Galgano erreicht man die Bruecke Ponte della Pia aus dem Hochmittelalter und die Reste der Burg Montarrenti nahe der Kreuzung, die nach Colle val d'Elsa fuehrt. Fròsini bewahrt die Ruinen einer Festung, die im 11.Jh. den Herzoegen Gherardesca gehoerte und bildet den Zugang zur Abtei San Galgano, einem der eindrucksvollsten Orte der toskanischen Landschaft, wo sich der Zauber der Legende mit dem Charme der atemberaubenden Landschaft verbindet.




















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