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Paradoxerweise
war es aber gerade die Nachlaessigkeit, die San Galgano seine romantische
Ausstrahlung einer antiken Ruine verlieh. Das, was von dem ehemaligen
Komplex noch erhalten ist, ist eines der Meisterwerke des italienischen
gothisch-zisterziensischen Stils. Der erste Bau in San Galgano geht
auf das Ende des 12.Jh.s zurueck, als der Adelige Galgano Guidotti
zum religioesen Leben uebertrat. Das von ihm gegruendete Kloster
wuchs rasch, und zwischen 1224 und 1288 wurde die grosse Kirche
mit ihrem Kirchenschiff in Form eines lateinischen Kreuzes nach
den Beispielen franzoesischer Zisterzienserkirchen errichtet. Schon
im 16.Jh. verfiel die Kirche auf Grund des langen Verwahrlosung;
im Jahre 1786 stuerzten dann der Glockenturm und das Dach ein. Die
Abtei wurde 1789 entweiht. Erhalten sind bis heute der Kapitelsaal,
der kuerzlich restaurierte Aufenthaltsraum der Moenche und ein Teil
des Bogenganges. Unweit der monumentalen Ueberretse der Abtei befindet
sich auf der Anhoehe Montesiepi eine uralte, von San Galgano gegruendete
Kirche. Sie ist Ziel vieler Neugieriger und Besucher, da sie in
der Mitte des Fussbodens den Felsen birgt, in den San Galgano sein
Schwert stiess im Zeichen seines Wunsches, das weltliche Leben aufzugeben.
In der Kapelle kann man die Fresken aus dem 14.Jh. von Ambrogio
Lorenzetti bewundern, die von der Verkuendigung erzaehlen.
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