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GREVE IN CHIANTI
Ein Ausflug in die Gegend des Chianti beginnt in Greve in
Chianti, in dessen Gebiet die Docg-Weine produziert werden und das
an die Provinz Siena anschliesst. Die Strasse, die nach Greve in
Chianti fuehrt, ist ein Aufeinanderfolgen von Abzweigungen zu historischen
Residenzen und Schloessern, die heute zum groessten Teil in Weinkeller
umgebaut worden sind: man trifft auf das Schloss Vicchiomaggio aus
dem 13. Jh., das im 16. Jh. in eine Villa verwandelt wurde, das
Schloss Uzzano und das von Verrazzano, ein Villa-Gutshof, der aus
dem Herrenhaus der Familie Giovanni da Verrazzanos entstanden ist,
einem Seefahrer aus Greve, der die New Yorker Hudson-Bucht entdeckte.
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Greve
ist ein grosser Ort, der um einen spektakulaeren dreieckigen Platz
entstanden ist, der mit Steinen gepflastert und von eleganten Bogengaengen
gesaeumt ist. Die Piazza Matteotti war im Mittelalter der Marktplatz
des Schlosses Montefioralle, das heute noch den Ort ueberragt. Im
Zentrum sollte man einen Abstecher in die Kirche Santa Croce machen,
die auf den Ueberresten einer mittelalterlichen Pieve errichtet wurde,
aber aus dem 19.Jh. zu stammen scheint. Im Inneren bewahrt sie ein
schoenes Triptychon von Bicci di Lorenzo aus der ersten Haelfte des
16.Jh.s, das die Madonna mit Kind und Heiligen darstellt, und ein
hoelzernes Kruzifix aus dem Seicento. Sehenswert ist auch das Museum
sakraler Kunst San Francesco, das sich in den Raeumlichkeiten des
ehemaligen Franziskanerklosters an der Strasse nach Montefioralle
liegt.
Die Kapelle des Klosters enthaelt eine wertvolle Pietà
aus vielfarbigem Terrakotta des 16. Jh.s, und die Sammlung des Museums
zeigt sakrale Kunstgegenstaende aus der Zeit zwischen dem 14. und
18.Jh., die aus verschiedenen Kirchen des Gemeindegebietes stammen.
In Panzano in Chianti besucht man die Pieve San Leolino, von der Zeugnisse
aus dem 10.Jh. vorliegen, die in romanischem Stil wiederaufgebaut
wurde und der man im 16.Jh. einen Bogengang mit toskanischen Saeulen
zufuegte. In ihrem Inneren befinden sich zahlreiche Gemaelde der florentinischen
Schule und ein mit geometrischen Formen dekorierter Steinblock aus
dem hohen Mittelalter. Ueber dem modernen Teil von Greve in Chianti
erhebt sich Montefioralle, eine malerische Ortschaft dank ihrer engen
gepflasterten Gassen, die bis auf die Anhoehe steigen - all das in
einem Ort, der bis heute die mittelalterliche Urbanistik bewahrt hat.
In der Kirche Santo Stefano wird ein Gemaelde aus dem 13.Jh. der Madonna
mit Kind aufbewahrt.
Ein
schoener Ausflug in die Umgebung von Greve in Chianti beginnt im Viertel
Strada und folgt der Strasse nach La Panca, das inmitten einer herrlichen
Landschaft und grossartigen Bauten gelegen ist; einen Besuch wert
sind die Burg Mugnana mit der gleichnamigen Pieve, die im 20.Jh. im
romanischen Stil wiederaufgebaut wurde, und der Blick auf die Burg
Sezzate. Der Borgo Cintoia hat noch heute seinen Aspekt des 13.Jh.s
erhalten, und von hier geht es zur maechtigen vallombrosanischen Abtei
Montescalari, die heute ein Gutshof ist. Eine schoene Tour fuehrt
von Greve in Chianti zum Berg Monte San Michele, dem hoechsten der
Chianti-Berge, der im Winter nicht selten mit Schnee bedeckt ist.
Die Waelder des San Michele stehen heute unter Naturschutz und bieten
ein dichtes Netz an Wanderwegen fuer Fussgaenger und Reiter, spezielle
Picknick-Plaetze, einen Jogging-Pfad und ein kleines Hotel mit Gasthaus,
wo man die typischen Spezialitaeten des Chianti kosten kann. |
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